Berichtspflicht light? Warum Nachhaltigkeit jetzt erst recht auf die Agenda gehört

Das Bild zeigt grünes Moos mit dem ESG-Logo, umgeben von verschiedenen Symbolen, die Nachhaltigkeit repräsentieren.

Am 26. Februar 2025 hat die EU-Kommission den sogenannten Omnibus-Entwurf vorgelegt – mit dem Ziel, die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu minimieren und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu entlasten. Doch was bedeutet das konkret für Unternehmen – und welchen Stellenwert behält die Nachhaltigkeitsberichterstattung künftig?

CSRD-Reform: Weniger Pflichten – mehr Eigenverantwortung

Der aktuelle Entwurf sieht folgende Kernpunkte vor:

  • Anhebung der Schwellenwerte: Nur noch Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden sollen künftig unter die CSRD-Berichtspflicht fallen – rund 80 % der bislang verpflichteten Unternehmen wären damit nicht mehr betroffen.

  • Erleichterung für KMU: Kapitalmarktorientierte KMU sind nicht mehr automatisch berichtspflichtig. Zudem können sie die Weitergabe von ESG-Daten an größere Unternehmen ablehnen.

  • Anpassung der Lieferkettensorgfaltspflicht: Die Verpflichtung zur Prüfung von Umwelt- und Menschenrechtsstandards beschränkt sich künftig auf direkte Zulieferer. Der verpflichtende Starttermin wurde auf Mitte 2028 verschoben.

Diese geplanten Änderungen bedeuten für viele Unternehmen eine spürbare Entlastung – insbesondere im Hinblick auf den administrativen Aufwand und die Kosten. Gleichzeitig eröffnen sie neue Freiräume in der Gestaltung einer unternehmensspezifischen ESG-Strategie.

Warum Nachhaltigkeitsberichterstattung weiterhin entscheidend bleibt

Auch ohne gesetzliche Verpflichtung bleibt eine strukturierte Nachhaltigkeitsberichterstattung ein zentrales Instrument zur strategischen Positionierung. Gerade in Zeiten wachsender Anforderungen von Finanzinstituten, Märkten und Lieferketten ist eine ESG-Strategie kein „Nice-to-have“, sondern ein klarer Wettbewerbsvorteil. Jetzt, da Unternehmen mehr Flexibilität und Freiräume bei der Gestaltung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie haben, ist der perfekte Zeitpunkt, um proaktiv die ESG-Berichterstattung zu starten und das Thema langfristig in der Unternehmensstrategie zu verankern. Unternehmen, die Nachhaltigkeit aktiv angehen, können:

  • Vertrauen bei Stakeholder:innen aufbauen – etwa bei Investor:innen, Finanzinstituten und Kund:innen

  • Zugang zu nachhaltiger Finanzierung sichern, da ESG-Kriterien zunehmend ausschlaggebend für Kreditvergabe und Förderungen sind.

  • Lieferkettenanforderungen erfüllen, da große Unternehmen weiterhin ESG-Daten von Zulieferern benötigen.

  • Reputationsrisiken minimieren und regulatorische Entwicklungen frühzeitig antizipieren.

Eine freiwillige Berichterstattung kann so zum zentralen Baustein einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie werden – insbesondere, wenn sie nicht als Pflichterfüllung gesehen wird, sondern Teil der Unternehmensausrichtung ist.

Unsere Rolle als Agentur: Nachhaltigkeit mit Substanz

Wir begleiten Unternehmen auf dem Weg von der gesetzlichen Anforderung zur strategischen ESG-Verankerung. Unser Anspruch: nachhaltige Themen nicht nur dokumentieren, sondern auch nutzenstiftend übersetzen – für deine Stakeholder, deine Marke und deine Zukunft.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • ESG-Strategieberatung & Positionierung
    Wir entwickeln eine maßgeschneiderte Nachhaltigkeitsstrategie, die zu deinem Geschäftsmodell passt und deine Potenziale sichtbar macht.

  • Berichtserstellung nach CSRD & freiwilligen Standards
    Wir strukturieren Inhalte klar, nachvollziehbar und zielgruppengerecht – ob im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung oder auf freiwilliger Basis.

  • Nachhaltigkeitskommunikation mit Wirkung
    Wir übersetzen komplexe Inhalte in verständliche Botschaften – intern wie extern, vom Nachhaltigkeitsbericht bis zur Investor:innen-Präsentation.

Fazit: Weniger Bürokratie – aber keine Nachhaltigkeits-Pause

Die angekündigten CSRD-Erleichterungen bedeuten nicht das Ende der Nachhaltigkeitsberichterstattung – sondern verschieben die Verantwortung stärker in die Eigeninitiative der Unternehmen. Wer diesen Spielraum nutzt, um ESG-Themen vorausschauend, glaubwürdig und strategisch zu besetzen, verschafft sich klare Vorteile:

  • Bessere Finanzierungsbedingungen

  • Stärkere Resilienz gegenüber regulatorischen Entwicklungen

  • Zugang zu relevanten Märkten und Lieferketten

  • Positives Marken- und Arbeitgeberimage

Wir unterstützen dich dabei – fachlich fundiert, kommunikativ wirksam und mit einem Blick für das Wesentliche.

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P8 Marketing Geschäftsführer Markus Bischof

Markus Bischof

Geschäftsführer